DIE JURY MITGLIEDER 2024      

Anne Schwanz gründete 2018 zusammen mit Johanna Neuschäffer das Unternehmen OFFICE IMPART, das sich als neues Galerieformat versteht. Sie schloss ihr Studium der Kunst, Kunstgeschichte und Pädagogik 2004 am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald ab. Im selben Jahr begann sie bei der Galerie EIGEN + ART in Berlin zu arbeiten und war als Senior Director an allen wichtigen Entwicklungen und Projekten beteiligt. Von 2015 bis Ende 2017 leitete sie eigenständig mit Johanna Neuschäffer das EIGEN + ART Lab, den Projektraum der Galerie. Anne Schwanz und Johanna Neuschäffer verstehen sich als Beobachterinnen und Analytikerinnen eines Kunstmarktes, der sich durch die Digitalisierung verändert. Dazu gehört auch die Entwicklung neuer Vermittlungsformate wie des Talk-Festivals Good To Talk oder der Galerieplattform BerlinViews. 2023 wurde OFFICE IMPART mit dem VBKI-Preis Berliner Galerien ausgezeichnet.

Stephan Frucht absolvierte ein Violin-Diplom an der Universität der Künste und studierte anschließend Dirigieren an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin, wo er auch in Humanmedizin promovierte (2002). Er war Referent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquête-Kommission "Kultur in Deutschland". Ab 2006 leitete er den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und die Kulturstiftung der deutschen Wirtschaft. Als Dirigent hat Frucht zahlreiche Aufnahmen, darunter mit der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker und weiteren renommierten Orchestern, veröffentlicht und erhielt 2020 den OPUS Classic für das beste Klavierkonzert von Viktor Ullmann. Frucht ist zudem als Berater in CSR und Employer Branding tätig, lehrt als Honorarprofessor an der Musikhochschule Karlsruhe und regelmäßig an der Harvard Kennedy School sowie der ESMT Berlin. Seit 2015 ist er Künstlerischer Leiter des Siemens Arts Program und verantwortet die globalen Kultur- und Sponsoringprogramme der Siemens AG und ist der Ausschussvorsitzende des VBKI-Kulturausschusses.

DR. MAIKE STEINKAMP ist seit 2018 Kuratorin für die Kunst des 20. Jahrhunderts und die Sammlung Pietzsch an der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Zuvor war sie unter anderem an der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Kunstgeschichte der Universität Hamburg sowie als Kustodin der Stiftung Arp e.V., Berlin/Rolandswerth tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Kunst- und Kulturpolitik des 20. Jahrhunderts mit einem Fokus auf die deutschen und internationalen künstlerischen Entwicklungen ab den 1930er Jahren. In den letzten Jahren kuratierte Maike Steinkamp unter anderem die Ausstellungen „A-Geometry. Hans Arp and Poland“ (Nationalmuseum Poznań, 2017), „Breaking into a new Dimension. The artist Sophie Taeuber-Arp" (ZAMEK, Poznań, 2019) sowie „Alexander Calder. Minimal Maximal“ (2021), „Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin“ (2023), "Judit Reigl. Kraftfelder“ (2023) oder „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft 1945-2000“ (2023) in der Neuen Nationalgalerie. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehört neben Ausstellungskatalogen der Bestandskatalog zur Sammlung der Nationalgalerie 1905-1945 (2021).

Foto: Albrecht Fuchs

Kito Nedo schreibt als Autor, Kritiker und Journalist über Bildende Kunst, Kulturpolitik und Kunstmarkt. Seine Artikel erscheinen in der Süddeutschen Zeitung, art – Das Kunstmagazin, frieze sowie Artforum International. Nedo ist der Autor zahlreicher Katalogbeiträge zur zeitgenössischen Kunst, unter anderem über Aneta Grzeszykowska, Eberhard Havekost, Almut Heise, Robert Lippok oder Henrike Naumann. 2017 wurde er mit dem ADKV-Art Cologne-Preis für Kunstkritik ausgezeichnet.